Darmspiegelung: Es lohnt sich

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten hierzulande. Wird er jedoch früh erkannt, stehen die Heilungschancen gut. Der beste Weg, um die Krankheit zu verhindern, führt über die Darmspiegelung, wie USZ-Facharzt Christoph Gubler ausführt.

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Darmkrebs ist in der Schweiz die dritthäufigste Krebsart. Die gute Nachricht ist, dass es eine Möglichkeit gibt, ihn zu verhindern. Und zwar dank der sogenannten Vorsorgekoloskopie – besser bekannt als Darmspiegelung. Christoph Gubler, Leitender Arzt an der Klinik für Gastroenterologie des UniversitätsSpital Zürich, erklärt: „Die Polypen, welche die Vorstufe des Darmtumors bilden, wachsen sehr langsam. Je früher man sie entdeckt, desto einfacher können sie herausgeschnitten werden.“ Damit ist die Darmspiegelung die über alle Krebsarten einzige Vorsorgeuntersuchung, die verhindert, dass Krebs überhaupt entsteht.

Aus Erfahrung weiss Gubler, dass die Vorsorgeuntersuchung vielen Menschen Sorgen bereitet. Dies jedoch zu Unrecht, denn die Darmspiegelung erfolge in der Regel unter Kurznarkose und ist schmerzfrei. „Eine Stunde nach dem Eingriff fühlen sich die meisten wie zuvor: Sie haben Hunger, gehen essen und sind leistungsfähig.“ In der Tat unangenehm sei das Reinigen des Darmes vor dem Eingriff, räumt Gubler ein. „Das Trinken von zwei bis drei Litern Abführflüssigkeit ist nicht angenehm“, sagt er. Doch sich zu überwinden lohnt sich: Wird Darmkrebs früh erkannt, stehen die Heilungschancen sehr gut. 

Die Vorsorgekoloskopie können Sie am UniversitätsSpital Zürich vornehmen. Sie wird von den Krankenkassen als Vorsorgeuntersuchung anerkannt. Empfohlen wird eine Darmspiegelung ab dem Alter von 50 Jahren, falls keine Risikofaktoren vorliegen. Wird nichts entdeckt, ist eine Wiederholung erst zehn Jahre später erforderlich. Bei Alternativen wie etwa dem Test auf Blut im Stuhl hingegen ist eine solche bereits nach zwei Jahren angesagt. Zudem muss bei Auffälligkeiten zusätzlich eine Darmspiegelung durchgeführt werden.

Neue Wege bei der Behandlung

Sollte ein chirurgischer Eingriff notwendig werden, sind Sie im Darmtumorzentrum des UniversitätsSpital Zürich am richtigen Ort. Minimal-invasive Methoden sowie robotergestützte Operationen sind hier Standard. Ein hoch spezialisiertes und interdisziplinär arbeitendes Team unterstützt Sie dabei, die für Sie beste Lösung mit dem geringstmöglichen Risiko zu finden. Professor Matthias Turina, Leiter Kolorektale & Proktologische Chirurgie am USZ, sagt. „Unser entscheidender Vorteil ist, dass wir uns nicht mit anderen chirurgischen Problemen befassen müssen, sondern unsere operative Expertise in der Darmchirurgie ständig vertiefen können.“

Anmeldung Vorsorgekoloskopie
Weitere Informationen Darmkrebs-Therapie


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